Der Braune Mob e.V. | Zusendung: “überall M…en” [Warnung: M.. im Beitrag ausgeschrieben]
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Zusendung: “überall M…en” [Warnung: M.. im Beitrag ausgeschrieben]

Zusendung: “überall M…en” [Warnung: M.. im Beitrag ausgeschrieben]

mohrenEinsendung von T.:

“Auch wenn der Nachname “Mohr” in Deutschland nicht unüblich ist, findet man immer noch viele Geschäfte mit selbigen Namen, welcher sich aber nicht auf einen solchen beruht, sondern vielmehr auf den im folgenden erklärten Begriff.

Begriffserklärung Mohr auf Wikipedia:

‘Erst im 16. Jahrhundert erwarb im Deutschen das Wort Mohr die ausschließliche Bedeutung einer allgemeinen Bezeichnung für Menschen mit schwarzer Hautfarbe, während der Maure nun als solcher bezeichnet wurde. (…) Nichtsdestoweniger wurden auch diese edlen Mohren letztlich als Vorzeige-Sklaven reicher Europäer ausgenutzt. Die Bezeichnung Mohr für einen Menschen dunkler Hautfarbe wird heute nur noch in historischen Zusammenhängen verwendet.
(…) kann ‘Mohr’ als ein rassistisch diskriminierender Ausdruck verstanden werden, selbst wenn er nicht mit rassistischer Absicht gebraucht wird.”

Anmerkung des braunen mob e.V.:

Oft wird das Recht, Bezeichnungen zu benutzen, die viele Menschen als beleidigend oder rassistisch empfinden, mit dem Argument des “Gewohnheitsrechtes” verteidigt: “das war schon immer so”. Da sich die Zeiten ändern und es heute gottlob nicht mehr gesamtgesellschaftlicher Konsens ist, nicht-weiße Menschen generell in Dienstboten-Uniform abzubilden oder sie zu beleidigen, ist dieses Argument hinfällig. Mit dem “Gewohnheitsrecht” liesse sich im übrigen jede reaktionäre Meinung vertreten und jeglicher Fortschritt aufhalten. So war es früher beispielsweise auch “normal”, dass Frauen das Eigentum ihres Ehemannes waren.
Es fragt sich, weshalb einige Menschen den Status Quo bezüglich nicht-aufgearbeiteter Kolonial-Vergangenheit und daraus resultierender täglicher Rassismen aus der Mitte der Gesellschaft unbedingt aufrechterhalten wollen! Apotheken werden ständig umbenannt, etwa bei Besitzerwechsel oder wenn sich der Straßenname ändert.

Die Möglichkeit, dabei mitzuhelfen, dass die unreflektierte Benutzung und Verharmlosung kolonialrassistischer Begriffe ausgeräumt wird, und das Vorhaben, Menschen aller Hautfarben gleichermaßen respektvoll zu behandeln, sollte eigentlich als positiv empfunden und genutzt werden.

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